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Juli 2006
Platz 6 für Christian bei der Trail-O-WM in Finnland
Die dritte Trail-O-Weltmeisterschaft ist Geschichte. Aus deutscher Sicht gibt es einen 6. Platz von Christian Gieseler in der paralympischen
Klasse zu feiern.
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Bahnleger Lauri Kontkanen (links, mit Origami) hat gute Arbeit geleistet und abwechslungsreiche Trail-O-Kurse in den finnischen
Wald (rechts, ohne Origami) gelegt.
Es erwartete uns vornehmlich Kiefernwald mit Höhenlinien-Details und relativ wenigen zusätzlichen Anhaltspunkten, die der
Orientierung helfen konnten.
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Um die gestellten Probleme zu lösen, half daher oft nichts anderes, als im Kopf die Höhenlinien präzise
ins Gelände zu legen und mit den Postenstandorten zu vergleichen. Eine besonders harte Kostprobe davon erwartete uns am ersten Tag gleich am ersten Posten, der auch als
Paradebeispiel für umfangreiche Diskussionen und Markierung der Höhenlinie im Gelände mit Tape während der Trail-O-Clinic herangezogen wurde (siehe oben). Drei Postenschirme
standen im äußeren Bereich einer flachen, großen Senke und die einzige Information über den richtigen Postenschirm
liefert die Position der Postenkreismitte in Bezug auf die Höhenlinie der Senke auf der Karte (rechts).
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Hier sieht man das deutsche Trail-O-Team im Einsatz: Anne offensichtlich im Streß, Christian hochkonzentriert und Daniel immerhin
mit einem Lächeln auf den Lippen.
Hierbei sei gleich einmal einem der Hauptorganisatoren und Nationalem Kontrolleur Hannu Niemi für die
Bereitstellung des Bildmaterials gedankt.
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Phototermin mit dem IOF Advent Adviser (Peter Gehrmann, hinter der Kamera) nach
getaner Arbeit am ersten Tag (rechts).
Die Ergebnisse des ersten Tags werden für die Ermittlung des paralympischen Trail-O-Weltmeisters herangezogen. In dieser
Kategorie belegte Debütant Christian Gieseler den 6. Platz. Ein Punkt fehlte ihm zu einem Medaillenrang und der Fehler, der
ihn wohl am meisten ärgert, ist wohl auf den offensichtlichsten und geradezu klassischen Z-Posten
(alle Posten stehen in der benachbarten Senke etwa 30m entfernt, siehe Lösungsblatt unten) hereingefallen zu sein.
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Anne war mit ihrem Ergebnis des ersten Tages ganz und gar nicht zufrieden. Sie hatte eine merkwürdige neue Strategie entwickelt, sich
regelmäßig für einen anderen Posten zu entscheiden, als sie eigentlich für richtig hielt. Ein sehr interessantes Phänomen,
das auch andere Trail-O-Wettkämpfer nach einiger negativer Erfahrung entwickeln und wohl Fehler vermeiden soll, in diesem Falle aber so manchen
Fehler erzeugte. Das Phänomen läßt sich so erklären: Bei vorangegangenen Wettkämpfen hat der kritische Trail-Orientierer Unstimmigkeiten
festgestellt und für diesen Posten ein Z vergeben. Es stellte sich hinterher heraus, das einer der Schirme doch an der
richtigen Stelle gestanden haben soll. Nun kommt jener Wettkämpfer erneut in die Situation, wo er meint, hier stimme etwas nicht und kein
Postenschirm ist richtig, beschließt dann aber, um nicht wieder hereinzufallen, sich für den am ehesten denkbaren Schirm zu entscheiden.
Nachvollziehbar, aber höchst ärgerlich. Viel ärgerlicher als jeder echte Fehler, wo man die Sache einfach nicht richtig überblickt, falsch eingeschätzt oder
einfach ein Detail übersehen hat. Daher eine nicht nachahmenswerte und ganz und gar nicht zu empfehlende Strategie, die zu
schlechter Laune, Einschlafstörungen und Selbstaggression führen kann. Dank der süßesten Teamgefährten der Welt (links), aber keine ernsteren Folgen außer einer
verkorksten Trail-O-WM nach sich zog. An letzterem konnte auch ein relativ gutes Ergebnis am zweiten Tag nichts mehr ändern,
werden doch in der offenen Klasse die Ergebnisse beider Wettkampftage zusammengerechnet.
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| Ergebnisse paralympische Kategorie | Ergebnisse offene Kategorie |
| 1. Dave Gittus (GBR) | 13 Punkte 87 secs |
| 2. Nils Olov Andersson (SWE) | 13 Punkte 89 secs |
3. Lennart Wahlgren (SWE)
| 12 Punkte 92 secs
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| 6. Christian Gieseler (GER) | 11 Punkte 89 secs |
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| 1. Martin Fredholm (SWE) | 29 Punkte 25 secs |
| 2. Stig Gerdtman (SWE) | 29 Punkte 46 secs |
3. Per Midthaugen (NOR)
| 29 Punkte 148,5 secs
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| 19. Anne Straube (GER) | 23 Punkte 187 secs |
| 20. Christian Gieseler (GER) | 22 Punkte 110 secs |
| 35. Daniel Roth (GER) | 15 Punkte 241,5 secs |
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